Eiche bringt Gerbsäuren mit, die Wasserflecken und Metallreaktionen beeinflussen, Buche ist fest, aber feuchteempfindlich, Kiefer weich und schnell eindrückbar. Wenn du weißt, wie dein Holz tickt, triffst du bessere Entscheidungen bei Standort, Unterlage und Reinigung. Für stark genutzte Flächen lohnt eine ölbasierte Pflege, die nachgefüttert werden kann. Für Sideboards genügt oft eine sanfte Wachsschicht. Prüfe Maserung, Dichte und Vorbehandlung – und beachte, dass Holz zwischen etwa 40 und 55 Prozent Luftfeuchtigkeit am ruhigsten bleibt.
Leinöl und Hartwachsöl dringen ein und betonen die Maserung, Schellack glänzt, ist jedoch hitzeempfindlich, Wasserlack ist robust, diffusionsoffen und oft emissionsarm. Wachse schenken seidig-warme Haptik, verlangen aber regelmäßiges Auffrischen. Entscheidend ist der Einsatz: Kinder-Esstische brauchen belastbaren, punktuell reparierbaren Schutz, während ein Vitrinenschrank vor allem Staub trotzen sollte. Lies Datenblätter, achte auf Zertifikate und teste neue Produkte stets an einer unauffälligen Stelle. Weniger Schichten, sorgfältig aufgetragen, wirken nachhaltiger als dicke, hastige Versiegelungen.